Umstellung der Sendeleitung!

Die Umstellung unserer Sendeleitung steht bevor und findet am Freitag den 23. Februar statt.
Das heißt ihr hört am Freitag ab 9 Uhr nicht mehr unser reguläres Programm, sondern unsere Umschaltmusikschleife.
Während diese Schleife läuft, bauen wir unser Sendetechnik ab und in unserem Ausweichquartier wieder auf.
Wenn alles funktioniert, geht es ab 14 Uhr wieder mit unserem regulärem Programm weiter. /al
#umzug #marburg #rumzug #funkhaus

Programmheft Februar

Gleich zu Anfang des Jahres ist hier im Radio so einiges passiert.
Zum einen ist endlich die wichtige Entscheidung gefallen, wo unser Ausweichquartier sein wird. Keine Sorge das RUM bleibt weiterhin in Marburg und auch die zentrale Lage bleibt gewährleistet, da wir ins ehemalige Gebäude der Bundespolizei ziehen werden. Inklusive Zelle.
Daher wurde auch Anfang Januar Studio B entrümpelt sowie geschlossen (einige Impressionen auf Seite 9), aber auch an den Wochenenden wurde fleißig
aufgeräumt und aussortiert.
Außerdem suchen wir noch nach einem Namen für das  Studio im Ausweichquartier, weshalb es einen kleinen Wettbewerb für die besten Vorschläge gibt. Mitmachen lohnt sich (mehr dazu auf Seite 8)!
Des Weiteren haben wir seit Mitte Januar einen neuen Mitarbeiter, der sich nun um die Finanzen kümmert. Zudem findet ihr in diesem Monatsheft eine Künstlervorstellung zu der britischen Band „Wolf Alice“, bei der ich im Januar auf einem Konzert gewesen bin und ihre Musik zwar etwas Trist finde, jedoch auf eine schöne Art. Besonders gefallen mir die beiden Songs „Planet Hunter“ sowie „Sadboy“.
(ak)
Unsere neue Anschrift ab Mitte Februar:
Radio Unerhört Marburg
Neue Kasseler Straße 1
35039 Marburg

Programmheft Januar

Das ist es also dieses 2018, von dem alle seit Silvester reden. 2017 war für das Radio ein wichtiges Jahr, da hier einige Entscheidungen getroffen wurden, die das Radio für die nächsten Jahre prägen werden. Das offensichtliche ist natürlich die geplante Sanierung des Funkhauses, dessen Planung inzwischen weit fort geschritten ist. Neue Fenster, eine Heizung die funktioniert und ein neues Raumkonzept sind einige der Punkt die dann 2018 Wirklichkeit werden. Während der Sanierung werden wir natürlich weiter senden und wir planen die Umschaltung der Sendeleitung gebührend, mit einer Sondersendung, zu feiern. Wo wir dann das Signal hin schalten ist allerdings aktuell (Mitte Dezember) noch nicht klar, da es einige Verzögerungen im geplanten Ausweichquartier gibt. Aktuelle Informationen und dann auch ein kleines Baustellentagebuch findet dann ihr auf unserer Homepage und den sozialen Medien.
Gefeiert hat das Radio 2017 auch noch, schließlich konnten wir auf 20 Jahre Sendebetrieb zurück schauen. Neben einer großen und schönen Party im trauma, gab es auch noch einen stillvollen Empfang im historischen Rathaussaal. Das unsere Lizenz bis 2022 verlängert wurde, gehört ebenfalls zu den erfreulichen Nachrichten 2017.
2018 steht nun im Radio für den Wandel. Neben der oben erwähnten Sanierung, wird sich auch die Zusammensetzung der Hauptamtlichen ändern. So wird unser Verwaltungs- und Finanzstelle neu besetzt und im Bereich der Aus- und Fortbildung planen wir eine kontinuierlichere Betreuung.

(al)

Programmheft Dezember

Advent, Advent…
Bald ist es wieder soweit und Weihnachten steht vor der Tür. Daher gibt es auch einige Specialsendungen von „Funk für Fische“(Seite 5), „Tea Time“(Seite 11), „Unerhört LIVE“ (Seite 15) und „Frühschicht-PLUS“ (ebenfalls Seite 15).
Um euch die Wartezeit bis zum 24. Dezember zu verkürzen, findet ihr auf
unserer Internetseite einen Adventskalender mit diversen Inhalten,
wie beispielsweise Rezepte und Serientipps.
Des Weiteren arbeiten wir schon am nächsten RUM-Brief, welcher vorraussichtlich im Januar erscheinen wird und alles rund um unseren Umzug enthält. Mehr dazu auch demnächst auf unserer Homepage.
Zudem bietet dieses Dezemberheft, die Gelegenheit einige bekannte und auch weniger bekannte Künstler kennen zu lernen. Darunter „Pacific Grove Connection“, die sogar aus Marburg kommen (Seite 5) sowie die Australierin Tash Sultana, die sich durch ihre große Vielfalt (Seite 7) auszeichnet.
Neben dem Radioprogramm findet ihr in dieser Ausgabe noch drei Sudokus
(Seite 9) und ein Gedicht anlässlich zum Jahresende (Seite 15).
Außerdem wünschen wir euch selbstverständlich frohe Weihnachten und ein schönes neues Jahr mit interessanten Zielen beziehungsweise Vorsätzen.
(ak)

Music was our first love

Samstag , 2. Dezember, 18:00 – 20:00 Uhr

Thema : Worldmusic (2) – Fishing for sounds

Im zweiten Teil unseres “Weltmusik-Features” reist die Redaktion musikalisch zu den Gestaden des Mittelmeeres – jenen Gefilden, die nicht nur durch ihr mildes Klima begeistern, sondern wo auch jeder Meter Strand als „Touristenbadewanne“ genutzt wird.

Hier prallten nicht nur in der Geschichte die Welten des Okzidents und des Orients aufeinander, woraus sich dieses spezifisch kulturelle Amalgam entwickelte, welches wir musikalisch pointiert den geneigten Hörer(innen) von Radio Unerhört zu Ohren kommen lassen wollen.

Es soll auch nicht verschwiegen werden, dass diese Kultursymbiose eine erkleckliche Anzahl von blutigen Kriegen zur Grundlage hatte, und auch in der Gegenwart üben sich diverse Mittelmeeranrainer mehr in der Kunst des gegenseitigen Abschlachtens.

Das hat die Redaktion in ihrer akribisch musikalischen Feldforschung trotzdem nicht abgeschreckt, und so hat sie rund um diesen riesigen Teich arabisch-afrikanische Klänge von Marokko bis Kairo gesammelt. Sephardische Lieder wurden handverlesen, und auf dem Balkan haben wir die Sinti- und Roma Kapellen bewundert, denen scheinbar nie die Luft ausging, aber auch bei den leisen melancholischen Tönen haben wir die Ohren gespitzt.

Ausgespart haben wir uns die türkische Musik, die inzwischen in den Vorstädten jeder deutschen Groß- und Kleinstadt aus den Ghettoblastern kommt. Ebenso haben wir uns ein Remake des großen Kreters SORBAS mit seinem Sirtaki verkniffen. Wir fanden die Pentatonik schon vor 30 Jahren etwas altbacken.

Als Schmankerl gibt’s dann aber zum Schluss noch ein paar luftige Akkorde einer echten Multikulti-Truppe aus Bella Italia zu hören.

Erwähnt sei noch, dass neben vielen Informationen zur vorgestellten Musik, die Redaktion auf ihrer Reise durch solche elysischen Landschaften – die übrigens dort beginnt, wo der erste Teil der Reise des “Weltmusik-Features” endete, nämlich auf den kapverdischen Inseln –, ihrer Neigung zu philosophischen Betrachtungen nicht widerstehen konnte, und so kommen auch Gemeinplätze der abendländischen Philosophie hier zu einem kurzen Auftritt, die der Redaktion ein Augenzwinkern wert sind.

Wer aus der geneigten Hörerschaft dieses Jahr noch nicht in den südlichen Gegenden seinen Urlaub verbracht hat, sollte sich diesen kulturell-musikalischen Höhepunkt mediterraner Genüsse auf keinen Fall entgehen lassen; und das nur hier in der Sendereihe „Music was Our First Love“ auf Radio Unerhört Marburg, 90,1 MHZ….. ein toskanischer Entschlackungsurlaub ist dagegen sowieso nur ein müder Abklatsch.

Kulturbeben November 2017

Wenn die Tage wieder dunkler werden, wird es mal wieder Zeit ins Kino oder Theater zu gehen. Die Novemberausgabe von Kulturbeben gibt euch dafür einige Empfehlungen:

Music was our first love – November

Samstag, 4. November 18:00 – 20:00 Uhr

Thema : Worldmusic (1) – The Putumayo Blend

Ein Lied geht um die Welt”… das war einmal, schon lange her! Selbst als in den 70igern so berühmte Musiker wie die BEATLES in Indien nicht nur Erleuchtung suchten, sondern auch musikalische Ideen aus einer anderen Kultur, oder der Schlagzeuger PETE YORK sich in Bali unter die GAMELAN Orchester mischte, blieb das musikalische Echo aus den exotischen Weltgegenden aus.

Es ist ein unbedeutender Treppenwitz der westlichen Kulturgeschichte, dass das boomende Genre der ‚Weltmusik’ sein Dasein nicht den treibenden Kräften der westlichen Kultur verdankt, wie das manche Schöngeister gern sehen möchten, sondern im Grunde ein Reflex der weltweiten kapitalistischen Ökonomie ist. Die hat bis heute – verbrämt mit Ihrer Ideologie der „Globalisierung“ – die Hinterlassenschaften des Kolonialismus zu einer für sie nach allen Regeln des Profits brauchbaren, Rohstoff liefernden Dritten Welt gemacht. Das hat in diesen Ländern ehemals blühende Landschaften in monokulturelle Agrarregionen verwandelt und die Armutsrate der ansässigen Bevölkerung erkleckliche Ausmaße annehmen lassen.

Die paar einheimischen Individuen, die dort in Kultur respektive Musik gemacht haben, waren daher bei den Sorgen ihrer Landsleute nicht sehr gefragt. Also sind viele in die westlichen Kulturmetropolen emigriert und haben dort ihr Glück versucht. Die Kulturszene dort hat sich gebauchpinselt gefühlt, und die Exoten als Bereicherung ihrer eigenen Kultur interpretiert. Und die ganz Cleveren haben gleich ein Geschäft daraus gemacht, die fremden Musiker und deren Musik vereinnahmt und die Musikindustrie hat dafür den ‚ETHNO-Sound’ und die ‚Weltmusik’ erfunden. So kann man im zeitgenössischen musikalischen „Zoo“ seltene, bunt gefiederte Spezies finden, deren „Flügel“ aber sinnigerweise nach der neuesten westlichen Musikmode gestutzt wurden. Denn auch die Ohren eines westlichen Musikpublikums mögen lieber das hören, was sie schon lange gewohnt sind! Und da wo das westliche Verständnis und die Komposition von Musik noch nicht das Fremdartige assimiliert hat, ist sich die hiesige Musikkultur einig, dass das nicht ‚Weltmusik’ sein kann, weshalb es „verständnisvoll“ als „Folklore“ belächelt wird.

Dargestellt wird diese Entwicklung an dem New Yorker Edel-Ethno-Label PUTUMAYO, mit viel Informationen und noch mehr Musik, die formell sich sehr prätentiös fremd gibt, aber doch irgendwie immer „heimisch“ klingt.

Ein Lied ging um die Welt“… das war einmal…. zurückgekommen ist eine musikkulturelle Ideologie, die in ihrer ganzen souveränen Arroganz eine Heerschar von musikalischen Exoten aufmarschieren lässt, nur um sich in ihnen selbst zu bespiegeln. Wer sich darüber informieren, sich in seinem „Weltbürgerbewußtsein“ sonnen oder auch nur musikalisch berieseln lassen will, der sollte sein Hörgerät unbedingt einschalten, wenn es wieder heißt: MUSIC WAS OUR FIRST LOVE.

Programmheft November 2017

Wenn man morgens früh aufsteht und den vielen Nebel sieht, merkt man das sich das Jahr bald dem Ende zuneigt und damit auch die dunkle Jahreszeit vor der Tür steht.
Nichtsdestotrotz hat diese Jahreszeit etwas oder mehrere schöne Seite. Endlich findet man die Zeit, um neue Rezepte ( Seite 5 ) auszuprobieren oder vermehrt unsere Sendungen zu verfolgen. Falls ihr aufgrund von Arbeit beziehungsweise anderen Verpflichtungen schon früh aus den Federn müsst, hört gerne die Frühschicht ( ab Seite 5 ).
Des Weiteren findet ihr in diesem Heft einige interessante Fakten zu fairer Mode und fairen Lebensmitteln ( Seite 8 ), ein Thema, dem wir vielleicht alle ein wenig mehr Beachtung schenken sollten.
Außerdem lernt ihr die beiden FSJlerinnnen in einem Interview besser kennen und wer weiß, eventuell haben die beiden den ein oder anderen Musiktipp für euch parat ( auch Seite 8 ).
(ak)

Programmheft Oktober 2017

Die Tage werden wieder länger und dunkler.

Während die Natur sich nochmal mit einer Farbenpracht in die Winterpause verabschiedet, wird es in der Stadt wieder richtig lebhaft. Den zusammen mit den Erstsemstern sind wieder über 25.000 Studierende in der Stadt zum leben, feiern und natürlich lernen.

Auch im Radio herrscht gerade Hochbetrieb und viel Bewegung. Da unser geliebtes Funkhaus endlich mal saniert wird, bedeutet dies für uns, für ungefähr ein Jahr, dieses zu verlassen und in ein Ausweichquartier zu ziehen. Dies sorgt nicht nur für Umzugsstress sondern hat eine massive Digitalisierungswelle bei uns ausgelöst, so dass bald ein großer Teil unseres Musikarchivs digital nutzbar ist. Den ganzen Auswand machen wir, damit wir beim Umzug weniger tragen müssen. Aber egal von wo wir senden, wir bleiben die gesamte Zeit für euch hörbar und werden Úmzug und Sanierung cross-medial begleiten.

Neuen Schwung bringen auch unsere neuen FSJlerinnen ins Funkhaus, die im September ihr kulturelles Jahr bei uns begonnen haben.

Im Oktober bringen wir euch unser Radio noch näher, wenn ihr am 12. Oktober zum O-Markt ins Hörsaalgebäude kommt. Den dort findet ihr unseren Info-Stand im 2. Stock und könnt uns alles Fragen rund ums Radio machen. Ansonsten könnt ihr auch zu unserem Info-Café Dienstags zwischen 16 – 18 Uhr vorbei schauen und noch unser altes, unsaniertes Funkhaus kennen lernen.

Unser Programm zeigt sich derweil wie die Natur im Herbst, farbenfroh und für jede:n was dabei. Wer schon immer wissen wollte was sich hinter der Sendung Progressiva verbirgt findet in diesem Heft die Antwort und viele weitere Empfehlungen in seine Lieblingssendungen zu hören oder mal seinen Horitzont zu erweitern und mal was neues zu hören.

Unser Programm bietet dafür auf jeden Fall die Gelegenheit. (al)

Music was our first Love am Samstag dem 02. September

Samstag 2. September 2017, 18:00 – 20:00 Uhr

ALS DAS SAXOPHON IN DIE SCHULE KAM…

.Mann-O-Mann, hatte das Kleine sich da herausgeputzt !

Die ganz aus Perlmutt gefertigten Druckknöpfe auf den Klappen schimmerten noch im fahlsten Licht in den schillernsten Farben. Die Klappen selbst waren mit feinstem Leder abgepolstert und die polierten Stahlfederchen der filigranen Mechanik blinkten verheißungsvoll. Und dann erst der schlanke Korpus, fein gezogen aus einem Metallstück in einem kelchförmigen Becher endend, und ganz mit mattgoldenem Lack sorgfältig überzogen und mit kunstvollen Gravuren auf der Außenseite des Bechers eingeritzt, glänzte es von allen Seiten – eine wahre Augenweite, dass einem vor Bewunderung die Luft wegblieb.

Die brauchte man allerdings, um ihm einen Ton zu entlocken, und da war dann deutlich zu hören, dass es mit Letzterem nicht zum Besten stand. Aber da waren exzellente Lehrer, die sich dieses feinen Instruments annahmen. Ihre Namen sind in die Annalen des Jazz eingegangen.

COLEMAN HAWKINS war der erste, der dem Tenorsaxophon den solistischen Stellenwert im Jazz gab, den es bis heute unangefochten innehat. Der andere war LESTER YOUNG, der dem Instrument einen Sound entlockte, der im Nachhinein mit dem Begriff der „Tenorisierung des Klangs im Jazz“ Musikgeschichte geschrieben hat.

Von diesen beiden „Saxophonschulen“ und vor allem vom Leben und Wirken ihrer Protagonisten und Adepten berichtet dieses Musikfeature.

Und wie alle Jazzliebhaber bald bemerken werden, ist es eine typische Geschichte des Jazz: voll von geballter Energie und Virtuosität einerseits und trostloser Tragik andererseits, aber prallvoll mit dieser wunderbaren, zeitlosen Musik, die nicht nur die Seele zum Schwingen bringt.

Also… Hörgeräte einschalten, anzählen und mit dem Fuß mitklopfen, wenn es wieder heißt: Music was Our first Love !

Bildquelle : http://www.ouest-france.fr/pays-de-la-loire/chateaubriant-44110/theatre-de-verre-academie-du-jazz-lester-young-le-president-4735150