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Am 15. Oktober 2000, dem "Tag des weißen Stockes", gestaltete die AG blinde und sehbehinderte Menschen bei RUM einen ganzen Sendetag von 10:00 - 24:00 Uhr. Der Tag macht seit 1964 weltweit auf die Belange und Lebensformen blinder und sehbehinderter Menschen aufmerksam.
Bis auf ein Hörspiel wurden alle Beiträge von Mitgliedern der AG selbst gestaltet und produziert, wobei Metin Gemril vor allem mit der technischen Betreuung den größten Anteil an der Arbeit hatte. Als Höhepunkte sind zu nennen: - ein Tast-Bilderbuch, das für das \'Kinderradio\' zu einem Kinderhörspiel umgearbeitet wurde
- eine Reportage über blinde/sehbehinderte KünstlerInnen
- ein Bericht einer erblindeten russischen Lehrerin, die blinde Kinder in Tadschikistan unterrichtete
- die Vorstellung des Buches von Wolfgang Drave: \'Es riecht nach Mozart und nach Tosca - blinde Menschen erzählen aus ihrem Leben aus der Zeit vor und während des 3. Reiches\'
Reaktionen gab es - leider - fast ausschließlich von Betroffenen; in der örtlichen Presse wurden die Sendungen angekündigt. HR-Wetzlar, als Rundfunk die wichtigste Informationsquelle für blinde/sehbehinderte Menschen, ignorierte sie völlig. Metin Gemril sendet jeden Sonntag von 10:00 -11:30 Uhr ein Programm mit dem Titel "Frequenzfieber", das sich speziell an blinde und sehbehinderte Menschen in Marburg und Umgebung wendet. Dort werden Hilfsmittel vorgestellt, über spezielle Ereignisse berichtet und interessante Hinweise gegeben. Jörn Ernst Metin Gemril |