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27. Oktober 2005 |
KB: Hast du außerhalb der Sendung auch mit Kindern zu tun?
M-L: Ja, ich gebe Workshops im Theaterspielen an Schulen. Ich bin Theater- und Spielpädagogin.
KB: Wie kommen die Kinder in den Kontakt zum Medium Radio?
M-L:
Meistens durch die Schulen, die medienpädagogisch arbeiten, oder auch
aus Bekanntenkreisen. Oft hat sich die Sendung und der Spass am
Radiomachen rumgesprochen und Kinder fragen nach, ob sie mal in die
Sendung kommen dürfen.
KB: Für wen ist die Sendung gedacht?
ML:
Wir haben die Kindersendung untertitelt mit: “Radio für Kinder, mit
Kinder und von Kindern“. So sind Kinder unsere Zielgruppe, als Aktive
und natürlich auch als Hörer/innen
KB: Gestalten die Kinder die Sendung komplett selbst?
M-L: Ganz alleine nicht. Also - sie brauchen da schon ein bischen Starthilfe.
Über
allen meinen Kursen steht in unsichtbarer Zauberschrift “Trau dich“.
Und das hat eine total tolle Wirkung: sie trauen sich nämlich wirklich.
KB: Welche Themen wählen die Kinder sich aus?
M-L:Die suchen
sich Themen aus, die ihren Alltag betreffen und auch ihren
Erlebnisbereich. Also Themen in Verbindung mit Freunden, Familie, Tiere
und Umwelt. Aber auch historische Themen, wie zum Beispiel Steinzeit
oder Ritter.
KB: Wie sinnvoll sind solche „Projekte“ für Kinder?
M-L: Die Kinder nehmen aus diesen Projekten ganz viel mit.
Sie
äußern später auch in der Feedback-Runde, dass sich für sie etwas
geändert hat, dass sie jetzt den Mut haben vor einer Gruppe zu
sprechen. Das finde ich ganz wichtig, weil sie es ja auch für die
Schule brauchen. Außerdem hat sich oftmals ihr Sprachvermögen
verändert. Sie haben eine ganz andere Ausdrucksweise, wenn sie am
Mikrophon stehen und sich äußern.
KB: Hast du ein Anliegen mit deiner Sendung?
M-L:
Mein großes Anliegen bei dieser Sendung ist, dass die Schüchternen zu
Wort kommen. Überhaupt ist mir sehr wichtig, dass Kinder zu Wort
kommen, dass sie Ihre Meinung kunt tun und auch ganz fest hinter ihrer
Meinung stehen. Dazu gehört auch, dass sie ihre Meinung laut und
deutlich sagen.
mak
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