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RUM: Wie ist die Sendung entstanden? J: Die Sendung an sich ist deswegen entstanden, weil wir uns überlegt hatten, dass Wohnraum in Marburg knapp sei und man deswegen Häuser besetzen müsste. Das ist so gesehen der Anfang der Sendung, im Oktober 2002, gewesen. Wir haben ein Haus besetzt und das, was wir an Politik da drum herum verstanden haben, auch versucht über das Radio in die Öffentlichkeit zu bringen. RUM: Wie seid ihr zu dem Namen, insbesondere der Schreibweise, gekommen? W: Die Sendung hieß erst „squat the world“, wegen dem besetzten Haus (squat – besetzen). Da Jochen das aber nicht aussprechen konnte, haben wir uns entschieden, die Sendung „beat the system“ zu nennen. Aber da Jochen auch das nicht aussprechen kann, und um ihm die monatliche Schmach zu ersparen, haben wir die Sendung so genannt. N: Ja.......... *Gelächter* (keine geschlossenen Fragen in Interviews !) ......also, politische Informationen sind natürlich der größte Inhalt der Sendung. J: Wir haben aber auch Kultur, die wir versuchen mit ins Programm einzufügen. W: Im Großen und Ganzen verstehen wir uns als politische Magazinsendung und haben auf jeden Fall einen kritisch politischen Anspruch. Das sieht man auch an den Themen. RUM: Und welche Themen bearbeitet ihr im Allgemeinen? J: Themen wie der G8-Gipfel, die Nato-Sicherheitskonferenz, halt politische Großereignisse. Das waren Themen, über die wir berichtet haben oder teilweise auch noch berichten. W: Aber wir berichten nicht nur über tagesaktuelle, politische Ereignisse, sondern auch über Themen wie zum Beispiel Esoterik, Sexarbeit, Antipsychiatrie oder auch Filmkritiken und Buchrezensionen. N: Und Sachen, die man nur als Randnotiz wahrnehmen würde, oder die ganz untergehn. Manche tauchen erst gar nicht auf, weil sie wie gesagt nicht tagesaktuell sind. Trotzdem sind sie wichtig. RUM: Für wen ist die Sendung gedacht? W: Für alle politisch Interessierten, oder für all die, die es werden wollen, oder werden könnten. RUM: Habt ihr ein bestimmtes Anliegen mit eurer Sendung? W: Ich finde schon, dass wir Gegen öff entlich keitskonzepte Erstellen als Ziel oder Anliegen immer im Auge haben. N: Also, ich würde natürlich auch als wichtigen Faktor den Spaß nennen, da es mir Spaß macht, ausgeblendete Informationen rüber zu bringen. Und wenn wir Spaß an der Sache haben, dann denk ich mir, hören die Leute auch gerne zu. Aber das Wichtigste ist, die Leute zum Nachdenken anzuregen, oder vielleicht auch dazu anregen, dass sich Leute für bestimmte Sachen weiter, tiefgehender interessieren. J: Für mich ist der Spaß am Senden auch sehr wichtig. W: Das Radio an sich ist im Großen ja auch ein politisches Projekt, das ich unterstützenswert finde. Insofern ist die Sendung halt auch nur ein Teil vom Ganzen. Aber das Radio ist dafür eine sehr gute Plattform, und es ist eine Art von (selber) Politik machen. |