|
11. April 2005 |
KB: Seit ihr als Schwulenredaktion so richtig Klischee?
P: Wir sind klischeelos. Man könnte uns als ‘die netten Jungs von nebenan' betrachten.
KB: Ist eure Redaktion in Zeiten von Queer, ‘gegender' hier und ‘gemainstreame' da noch zeitgemäß?
A: Ich denke schon. ‘Metrosexuell' ist gerade eine
Modeerscheinung, aber die Geschlechterrollen sind komischerweise keine
Welle und daher braucht man so eine Sendung auf jeden Fall.
KB: Wen wollt ihr mit eurer Sendung ansprechen?
M: Jeden, ob schwul, ob lesbisch oder einfach Menschen, die Lust auf Themen haben, die in anderen Radios nicht gebracht werden.
KB: Ihr bedient thematisch euer schwules Publikum?
P: Ja schon. Wir geben News aus aller Welt und sind natürlich auch regional dabei.
M: Wir haben beispielsweise unsere Stadtpolitiker zu dem Phantom
eines schwullesbischen Kulturzentrum interviewt. Aber dennoch wollen
wir mit unseren Themen nicht nur schwules Publikum ansprechen.
KB: Ist es leicht das Gaypublikum anzusprechen?
P: Mittlerweile ist es immer schwerer die Szene zu packen, da es
in der Gesellschaft Individualisierungstendenzen gibt. So ist es schwer
sich überhaupt mit jemanden oder etwas zu identivizieren. Daher ist es
also schwer alle anzusprechen. Aber einschalten lohnt sich!
KB: Welche Schwerpunkte gibt es von euch zu hören?
M: Wir haben kein enges Konzept.
A: Bei mir wird Satiere zur Belustigung groß geschrieben.
KB: Welche radiotechnische Eigenarten habt ihr?
P: Martin ist unser Technikmanager und Nachrichtensprecher.
M: Alex ist der Vorproduzierexperte. Er produziert immer die dreifache Sendelänge die wir brauchen vor.
A: Ja, Philip ist so der Fröhliche, der alles recht lusik macht.
KB: Na, dann noch viel Spaß und Fröhlichkeit beim Radio machen.
a.r.
|