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08. Juni 2005 |
KB: Wie kamt ihr, aus Gießen Stammende, zum Regionalradio Marburgs? Juliane: RUM hat 2001 über den Express einen Hausmeister gesucht, und so habe ich Clemens auf die Bewerbungsidee gebracht. Clemens: ... doch jemand anderes hatte diese Stelle bekommen. Doch das Radio fragte mich, ob ich nicht Sendungen machen wollte. So sendete ich im selben Jahr die Frühschicht, wie ich es jetzt wieder jeden Montag mit Uwe und Heike tue. Juliane: Eine Sendung zur Yiddishen Kultur zu machen, war Clemens Idee. Er fragte mich, ob ich nicht Lust hätte mitzuarbeiten, da ich meine Magisterarbeit zur Klezmermusik im weitesten Sinne geschrieben habe. Ab dem Frühjahr 2002 war ich dann dabei. KB: Wie sieht euer Sendekonzept aus? Juliane: Wir behandeln unterschiedlichste Themen. Clemens: Wir haben einen durchdachten Aufbau, was man nicht zuletzt durch die Systematik der Musik erkennen kann. Juliane: Unsere Sendungen sind Zuweilen mit der Stoppuhr durch geplant, können aber auch spontan sein. KB: Welche Schwerpunkte gibt es bei euch zu hören? Clemens: Es bewegt sich im Bereich der yiddishen Musik. Dazu gibt es Hintergründe, Geschichte, Geographisches, gesellschaftliche Entwicklungen... . Juliane: ... und wir differenzieren die Musikgattungen aus und informieren über Instrumente. Uns interessiert besonders die Kultur, die 1933-45 in Nazideutschland zerstört und verloren gegangen ist. Dabei schauen wir über den Ozean, in die USA. KB: Was sendet ihr am liebsten? Clemens: ... für mich gibt es da nichts. Theater fasziniert mich und Literatur interessiert mich, doch mir fehlen die Sprachkenntnisse. Juliane: ... aber wir haben einen Sprachkurs für jüdische Sprache besucht. Clemens: Dein Steckenpferd ist die yiddishe ‘Hochzeit?! Juliane: Nein, es war mein Magisterthema. Es ist nicht mein Steckenpferd. Doch von Musik verstehe ich am meisten. Die Yiddishe Kultur allgemein liegt mir am Herzen. KB: Welche radiotechnischen Eigenarten habt ihr? Juliane: Ich bin der „wissenschaftliche Beirat" (schmunzel) und die CD-Wechslerin. Zumindest hat es sich mit der Zeit so heraus kristallisiert. Und du übernimmst die Organisation. Clemens: Wir moderieren beide. Ja, und ich habe - so könnte man sagen - die Fäden in der Hand. Wir haben einen hohen Anspruch. Wir wollen Sendungen machen wie die Öffentlich Rechtlichen Sendeanstalten und wollen daher Pannen vermeiden. Es gibt sie dennoch mal, da wir keine Profis sind.
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