GedichtGedichte - Gedichte von A bis Z
Heute: Ode an das O
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„Gib mir nur ein O!" baten schon „Wir sind Helden". Offen blieb, was mit dem „O" passieren sollte. Vielleicht schöne Buchstabenkombinationen bilden wie: Oderbruch oder Ohrensausen, Ölgötzen im oliven Ornat, Oktaeder, Ottomanen in Oklohoma oder omnipotente Otter im orhtodoxen Ökoladen. Der kleine etwas dicklich geratene Buchstabe ist vielseitig verwendbar.
Im 18. Jahrhundert wurden Gedichte, zumal gesungene, gerne als „Oden"bezeichnet. Für Versmaß und für die Stimmung war ein „Oh" – hier und da eingestreut – ein praktisches Füllsel. Wenn auch recht einsilbig. Dafür war Feierlichkeit garantiert, man denke nur an „O, Tannenbaum".
GedichtGedichte gibt der Ode endlich wieder eine Plattform, nicht nur um Lessing (Oje?) zu ergänzen der meinte:
Wer wird nicht einen Klopstock loben,
Doch wird ihn jeder lesen? Nein!
Wir wollen weniger erhoben,
und fleißiger gelesen sein. (Oh ha!)
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