Radio Unerhört Marburg
Begleitung und Dokumentation des Besuchs ehemaliger Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus der Ukraine in Marburg im Juni 2003

ZeitzeugInnen im Interview ...zurück zur Hauptseite
 
Marianna Zibulajewa im Interview
interviewt von Maruta Sperling (RGS)
übersetzt von Magda Szych

Frau Zibulajewa und ihr Ehemann wurden 1942 während einer Razzia zur Aushebung von Arbeitskräften von der Krim zu Zwangsarbeiten nach Deutschland verschleppt. Beide mussten in der Landwirtschaft in Fronhausen und in Allendorf arbeiten. Frau Zibulajewas Sohn Alexander wurde am 5. Juli 1943 im Diakonissen-Mutterhaus Wehrda geboren, wo beide Eltern arbeiten mussten. Kurze Zeit nach der Geburt wurde die Familie über das Sterbe- und Geburtenlager Pfaffenwald abgeschoben. Der Vater war in Marburg schwer erkrankt. Er starb am 29. Februar 1944 in seiner Heimat auf der Krim.

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Lidija Popowa im Interview
interviewt von Stephan Töllner (RGS)
übersetzt von Magda Szych

Frau Popowa wurde mit ihrer Tochter Swetlana Kusnezowa nach Marburg verschleppt. Sie arbeitete in der Firma Seidel und später bei dem Zahntechniker Martin Warnke in Marburg.

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Wera Solomko im Interview
interviewt von Alizie Huguenen (RGS)
übersetzt von Maria Bcedina

Frau Solomko wurde am 5. Mai 1943 gemeinsam mit anderen Mädchen und Jungen aus ihrem Dorf in Güterwaggons zur Zwangsarbeit nach Deutschland transportiert. Auf dem Arbeitswamt in Marburg teilte man sie in Gruppen ein. Frau Solomko kam in die Wäscherei der Landesheilanstalt Marburg in der Cappeler Straße in das Reservelazarett IV. Hier arbeitete sie in der Wäscherei.

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Pawlo Gurtowoi im Interview
übersetzt von Gert Meyer

Herr Gurtowoi kam im August 1942 nach Marburg in die Behringwerke, wo er als Pferdepfleger bis zum 28. März 1945 arbeitete.

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Mykola Schutenko im Interview
übersetzt von Gert Meyer

Herr Schutenko arbeitete bei den Behringwerken in Marburg. Aus den Quellen des Staatsarchivs Marburg geht hervor, dass er ab dem 8. Dezember 1942 bis 1945 als Chemiehilfsarbeiter eingesetzt war. Zuvor arbeitete er bei der Dynamit-Nobel AG in Allendorf vom 7.11.1942 bis 7.12.1942.

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Oleksij Siliwerstow im Interview
übersetzt von Jana Kaljushna

Herr Siliwerstow war bei den Behringwerken als ziviler Zwangsarbeiter eingesetzt.

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Maria Postowalowa im Interview
interviewt von Merlin Lang und Thomas Steinforth (THS)
übersetzt von Frau Frederix

Frau Postowalowa arbeitete zunächst bei der Dynamit Nobel AG in Allendorf (heute Stadtallendorf). Für den Zeitraum von 15. bis 28. Februar 1943 weist die Datenbank des Dokumentations- und Informationszentrums Stadtallendorf aus, dass Frau Postowalowa in die Firma Seidel in der Rosenstrasse 8 nach Marburg gebracht wurde. Die näheren Gründe für den kurzzeitigen Arbeitseinsatz in Marburg sind nicht bekannt.

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Skript (Teil 2)
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