Interview: Balu

Ich finde nichts schlimmer, als wenn Menschen irgendwann rückblickend was bereuen, was sie einfach mal hätten machen sollen!

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In diesem Monat durften wir, die Montags-Frühschicht, „Balu“ begrüßen! Im Studio waren Balu und Shannon. Wir haben Euch über Instagram gefragt, was Ihr schon immer über Balu wissen wolltet und haben Euch ein, zwei Fragen mal verschriftlicht.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem Interview….

Shannon: Wie ist der Name „Balu“ entstanden?

Balu: Hui, gleich die komplexe Frage. Einige die mich schon länger verfolgen wissen, dass ich nicht schon immer unter dem Namen Balu spiele. Davor habe ich unter meinem eigenen Namen gespielt – allerdings ist dieser sehr lang und war auch immer relativ unpraktisch, vor allem in der grafischen Darstellung. Für mich stand schon immer fest, dass ich den Namen mal ändern möchte, allerdings muss meist erst was Gravierendes passieren, bis man dann den unbequemeren Schritt geht. Ich hatte tatsächlich vor mittlerweile 4 Jahren einen kleinen Stalker am Hals. Das war für mich ein sehr schockierender Moment – vor allem habe ich mich da noch überhaupt nicht in der Position gesehen, dass es wert ist, mich zu stalken. Diese sehr unangenehme Erfahrung hat mich dazu gebracht, mich musikalisch von meinem privaten Ich zu distanzieren und ich habe dann angefangen einen neuen Namen zu suchen. Eine sehr komplexe Suche! Ich wollte keinen Bezug zu meinem Eigennamen […] und die Suche hat auch fast ein dreiviertel Jahr gebraucht.

Shannon: Man muss sich ja auch ein stückweit mit dem Namen identifizieren können, oder?

Balu: […] Irgendwann bin ich auf den Namen Balu gekommen. Zum einen bin ich über Songs gegangen, die mich ein stückweit inspiriert haben in meiner Laufbahn, bin aber auch über Kindheitserlebnisse gegangen: und ja, Balu der Bär hat tatsächlich ein wenig was mit meinem Namen zu tun! Ich bin jetzt nicht die größte und breiteste Person und ich mochte genau diesen Gegensatz zu dem Bären – sowas bleibt meistens hängen. Eine Assoziation die nicht stimmt – das setzt sich fest, und darauf habe ich gebaut und tatsächlich funktionierts. […] Mittlerweile höre ich auch auf den Namen!

Shannon: Seit wann gibt es „Balu“? Seit wann machst du Musik?

Balu: Angefangen professionell Musik zu machen habe ich 2011. Ich habe relativ spät angefangen Musik zu machen. Als Kind habe ich mit Blockflöte angefangen und mit 8 wollte ich unbedingt Geige spielen können. Keine Ahnung wieso – ich hatte eigentlich ganz andere Interessen, viel mehr im sportlichen Bereich. Gesungen habe ich damals überhaupt noch nicht. Bei der Silberhochzeit meiner Eltern wollten diese, dass ich dort noch einmal Geige spiele […], zu dem Zeitpunkt waren die Geige und ich nicht mehr die besten Freunde und ich habe mich dazu entschieden, auf der Hochzeit zu singen. Da habe ich alle ziemlich überrascht in der Kirche. [Mehr hierzu auf unserer Website]

Shannon: Warum machst du eigentlich Musik auf Deutsch?

Balu: Das ist für mich eigentlich ziemlich einfach zu beantworten. Deutsch ist meine Muttersprache. Ich versuche mir sehr viel Mühe bei meinen Texten und den Inhalten zu geben und meiner Auffassung nach sollte man dies in einer Sprache tun, die man sehr gut beherrscht. Ich spreche auch glaube ich nicht schlecht Englisch, aber ich habe einfach keine Lust auf oberflächliche Texte. Mit viel Mühe und Arbeit würde ich das bestimmt auch anders hinkriegen, aber ich mag die Deutsche Sprache – ich finde die bekommt viel zu oft einen negativen Touch und das finde ich sehr schade. […]

Shannon: Warum trägst du eigentlich kurze Haare Balu?

Balu: Huch! Das wurde ich noch nie gefragt. Weil ich es einfach mag! Ich bin ja auch nicht dieses Mädchen. /Shannon: Wurde auch gefragt! Trägst du manchmal Kleider? /Balu: Auf gar keinen Fall! Nein, auch als Kind noch nie. Ich mach Dinge mit denen ich mich einfach wohl fühle und kurze Haare habe ich eigentlich schon fast immer gehabt. […] Neulich hatte ich sogar abrasierte Haare. Ich habe meinen Vater an meinem Geburtstag angerufen und meinte, er solle doch seinen Bartschneider mitbringen, weil ich mir heute die Haare abrasieren will. Das wollte ich schon immer mal machen, ich mein…auf was wartet man? Ich habe einfach reinrasiert und mein Vater stand fassungslos neben mir, aber er hat mir meinen Hinterkopf noch fertig rasiert. […]

Shannon: Wie kannst du eigentlich am besten einen Song schreiben?

Balu: Ich sammle eigentlich das ganze Jahr über kleine Ideen. Mein Handy ist wirklich so ein kleines Datenmonster, wo beim Spaziergang mit meinem Hund einfach mal eine Textzeile reingeschrieben wird – und selbst wenn es nur ein Wort ist, oder nur eine Thematik. In Schreibphasen habe ich auch neben dem Bett einen Block mit einem Stift liegen – aber ich glaube ich bin da auch gerade ein wenig im Wandel. Ich war jetzt zwei Monate weg und hatte viel Zeit mich zu erholen und um das letzte Jahr, inkl. Albumproduktion zu reflektieren. [Mehr hierzu auf unserer Website]

Shannon: Brauchst du nach Konzerten erstmal Zeit für dich selbst, oder willst du lieber feiern gehen?

Balu: Ich bin generell nicht so eine Feiermaus…Ich verausgabe mich immer sehr bei Konzerten, weil ich da komplett dabei bin und das möchte ich auch so haben. Danach bin ich dann auch echt gebügelt! Aber nach so einem Konzert ist der Job ja noch nicht getan. Ich hole mir immer Feedback rein, tausche mich aus – mit dem Team und den Zuschauern. Das finde ich wichtig und habe eine sehr hohe Wertschätzung an die Menschen, die zu meinen Konzerten kommen. Mittlerweile gibt es auch Leute die beinahe zu jedem Konzert auftauchen! Wir hatten bei dem Release Konzert in Marburg Leute aus Hamburg, Dresden und Kiel dabei – und da steht man wirklich erstmal fassungslos da.

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