MUSIC WAS OUR FIRST LOVE – Samstag, 5. Oktober 2019 , 18:00 Uhr

Jim Morrison’s Plumbergang und die Pforten der Wahrnehmung

Der ganze Ärger begann damit, dass Jim Morrison eines Tages bemerkte, dass die Türen in seinem Elternhaus nicht nur zum Öffnen und Schließen taugten. Erstaunt musste er feststellen, dass man auch durch sie hindurchgehen konnte und dann plötzlich in einem anderen Raum war. Ganz nebenbei fiel ihm auf, dass er auf diese Weise eine völlig neue Sicht auf den Raum und die in ihm angeordneten Objekte bekam. Zwar hatte er zu diesem Zeitpunkt noch nichts von Baruch de Spinoza gehört, aber irgendwie erschien es ihm plausibel, dass die Reihenfolge und Verknüpfung der Vorstellungen in seinem Denken die gleiche sei, wie die Reihenfolge und Verknüpfung der Dinge im Raum.

Soweit war die Sache klar, jedoch gab es da etwas, was ihn über alle Maßen störte und womit er fortan einen Großteil seiner Freizeit verbrachte: Er hatte nämlich bemerkt, dass die Türen im Laufe der Zeit zu quietschen begannen und das brachte ihn immer wieder auf die Palme. Er konnte diese jämmerlichen Klänge einfach nicht ertragen, wenn sie in ihrer penetranten Atonalität beredtes Zeugnis von der Vergänglichkeit der Dinge ablegten. Da musste schnell etwas geschehen!

Zu seinem Glück stellte er fest, dass er nicht der Einzige war, der sich mit dergleichen Problemstellungen herumzuschlagen hatte. Da gab es Ray Manzarek, Robby Krieger und John Densmore – allesamt junge, aufstrebende Klangklempner – die sich im Sommer 1965 am Strand von Venice Beach/California zufällig trafen, um künftigen Heimwerkergenerationen zu zeigen, wo der Hammer hängt.

Wie diese Jungs dann in den darauf folgenden Jahren eine ganze Reihe von angerosteten Tür- und Stimmbändern mit unterschiedlichen Hausmittelchen schmierten, das erfahrt ihr nur hier bei Radio Unerhört Marburg auf 90,1 MHz, wenn es am 05. Oktober von 18:00 bis 20:00 Uhr wieder heißt: Music was our first Love!

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