Von den Röhren in die Öhren: Ausflug ins internationale Radiomuseum in Bad Laasphe

Am 15. November machten sich einige RUM-Vereinsmitglieder auf, um mehr über die Geschichte ihres eigenen Mediums zu erfahren. Dank einer Sonderführung mit Museumsdirektor, Herrn Hans Necker, konnte die Gruppe erst den hauseigenen Mittelwellensender nicht nur hören, sondern auch sehen und dann noch einen Blick ins Archiv der Kulturstätte werfen. Gerade erst angekommen wurde man hinter einer unscheinbaren Tür fast erschlagen von mehreren Meter hohen Regalen voll mit alten Röhrenradios aus dem letzten Jahrhundert. Über 3000 Stück finden sich davon insgesamt im ganzen Gebäude – kein Wunder, dass Herr Necker für sein Lebenswerk 18 Jahre lang den Europarekord für die größte Röhrenradiosammlung hielt.

Weiter ging er in den eigentlichen Ausstellungsräumen: Über den 50er-Jahre-Raum zu Trichterlautsprechern verschiedenster Größen, zu Grammophonen, teilweise vom Ende des 19. Jahrhunderts, bis hin zu bizarren, alten Speichermedien und deren Abspielgeräten. Dazwischen natürlich immer wieder Unmengen an Röhrenradios. Große, kleine, alte und noch ältere, selbst verschiedene Varianten der heute sehr negativ konnotierten Volksempfänger waren zu sehen.

Direkt im Anschluss an die Führung las Medienwissenschaftler, Journalist und Autor, Herrn Dr. Hans-Jürgen Krug aus seinem neuen Buch „Grundwissen Radio“. So konnten die praktischen Eindrücke von Radiogeräten auch noch um ihre soziokulturelle Bedeutung ergänzt werden.

100 Jahre Rundfunkgeschichte von einem Medium, nach dem niemand gefragt hatte und das heute nicht mehr wegzudenken ist.

evd

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