MUSIC WAS OUR FIRST LOVE am Samstag, 7. Dezember, 18:00 Uhr

Nackte Stimmen

oder

die Kunst des A Cappella

Gleich vorneweg: Voyeure kommen in dieser Sendung nicht auf ihre Kosten!

Eher schon die Aficionados der goldenen Kehlen, die dem Schwanengesang der hier vorgestellten Protagonisten verzückt lauschen können. Singen ist angesagt, und das nicht nur ohne begleitende Instrumentierung : die Stimmen ersetzen sogar die Instrumente, ahmen sie nach. Eine respektable Kunstform, die als „A Cappella“ seit dem späten 16. Jahrhundert ihren festen Platz in der Musikgeschichte hat. Die Bezeichnung stammt vom italienischen „alla cappella“, was soviel, wie Musik „nach Art der Kapelle“ bedeutet. So war es zuerst eine Art der Komposition für mehrstimmige, kirchliche Chöre mit fakultativer Instrumentenbegleitung, die aber in ihrer weiteren Entwicklung konsequent auf letztere verzichtete.

Heutzutage haben diese stimmgewaltigen Künstler*innen, das Prinzip so verfeinert, das alle gängigen Rhythmus-, Blas- und Saiteninstrumente stimmlich mit großem Erfolg substituiert werden. Nichts ist der menschlichen Stimme fremd! Wie auch! Schließlich sind Musikinstrumente nur eine Erfindung des menschlichen Geistes, warum sollte ihr Ton sich nicht auch gesanglich ausdrücken lassen können.

Die menschliche Stimme als d a s Multiinstrument der Musik ist also das musikalische Thema, wenn es wieder heißt „Music was Our first Love“, und Sie werte Hörer-innen an den Radiogeräten dürfen selbstverständlich mitsingen; wenn sie wollen auch ganz nackt, was sich allerdings angesichts der Jahreszeit im Nachhinein nicht vorteilhaft auf ihre Stimme auswirken dürfte.

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