Als einer der wenigen verbliebenen linken Orte ist nun auch das Havanna 8 akut bedroht. Wir, das freie Radio Unerhört Marburg, haben schon eine lange Verbindung zum Havanna 8 und solidarisieren uns ausdrücklich mit der Kneipe! Schon oft waren wir für interessante Veranstaltungen dort und haben auch die ein oder andere aufgenommen und bei uns ausgestrahlt. Aber auch unsere hübschen Radiojutebeutel und RUMbuddeln, sowie weitere Radio-Give-aways haben wir über das Havanna 8 unter die Leute bringen können. Letztlich haben auch schon so einige Radioplena in dieser feinen Kneipe geendet. Das Havanna 8 ist somit für uns ein wichtiger Ort linker Öffentlichkeit, Infrastruktur und letztlich auch einer alternativen emanzipatorischen Kultur. Für uns ist klar: Das Havanna 8 muss bleiben! Schluss mit den Angriffen auf linke Projekte! Her mit vielen neuen und alten Freiräumen!

Statement zum Verkauf des Lokschuppens

 

 

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Marburg,
sehr geehrtes Stadtparlament,
liebe Zuhörerinnen und Zuhörer,

Radio-Unerhört-Marburg e.V. (RUM) sieht den aktuellen Entwicklungen auf dem Gelände der Waggonhallen mit Spannung und Skepsis zu.

Zum einen sind wir erfreut über die Entwicklungen der letzten Jahre. Neue Radwege, Zufahrten und Gehwege machen das Gelände zugänglicher. Neue Nachbarinnen und Nachbarn, die eine Kletterhalle gebaut haben, beleben das Areal. Die geplanten Sanierungen unseres Funkhauses machen es hoffentlich barriereärmer und somit endlich zugänglich für Menschen mit Rollstuhl. Genauso freuen wir uns für unsere Nachbarinnen und Nachbarn des Rotkehlchen und der Waggonhallen. Auch ihre Gebäude werden saniert. 

Ebenso gespannt verfolgen wir den baldigen Verkauf des Lokschuppens. Der Aussicht auf eventuelle neue Nachbarn, die Platz schaffen für noch mehr kreatives Potenzial auf dem Gelände, schauen wir gespannt entgegen. Dabei ist uns als Anlieger_innen wichtig, dass die neuen Nachbarinnen und Nachbarn ein durchdachtes, transparentes Konzept und ein offenes Ohr für uns haben. Dies haben Christmann und Pfeifer durch ihre Vorgespräche mit uns und den anderen Anlieger_innen und auf der Informationsveranstaltung am 6. Juni bewiesen. 

Aber es deuten sich auch mögliche Entwicklungen an, die uns Sorge bereiten. 

Das andere der beiden übriggebliebenen Konzepte soll von der Bieter_innengemeinschaft Drehscheibe Lokschuppen, die eng mit dem Christus-Treff verknüpft ist, umgesetzt werden. Dabei ist der Christus-Treff keine harmlose und weltoffene christliche Gruppierung wie beispielsweise die ESG, die sich bereits in unserer engen Nachbarschaft befindet. Sondern eine evangelikale Gemeinschaft, welche antidemokratische und menschenfeindliche politische Inhalte vertritt.

Der Christus-Treff in Marburg ist Mitglied der Deutschen Evangelischen Allianz, welche offen Homofeindliche Standpunkte vertritt und sich dabei nicht reformierbar gibt. So trat der Vorstand der DEA gegen Ende 2016 vorzeitig zurück, nachdem er zu Anerkennung von Menschen aufgerufen hatte, die “ihre Homosexualität geistlich für sich geklärt haben und sich von Gott nicht zur Aufgabe dieser Prägung aufgefordert sehen”. Homosexualität gilt hier als unvereinbar mit dem christlichen Glauben. Ähnliche Statements sind auch von Mitgliedern des Christus Treff bekannt, bis hin zu der Aussage, dass ein homosexuelles Outing für Mitarbeiter_innen des Christus-Treff ein Kündigungsgrund sei. Zu dem 2009 vom Christus-Treff organisierten Kongress “Psychotherapie und Seelsorge” wurden neben Roland Werner, langjährigem Vorstand des Christus Treff und u.a. Autor des Buches “Homosexualität – ein Schicksal?”, auch Vertreter_innen der Organisation Wüstenstrom, deren Hauptzweck die Therapie von Homosexualität ist, zu Vorträgen eingeladen, sowie Christl Vonholdt, welche in lesbischer Sexualität einen Fehlschlag weiblicher Entwicklung sieht. Trans Personen sind für Vonholdt leidende psychisch Kranke, die ebenfalls ihre Erfüllung in der gottgegebenen Rolle als Mutter oder Vater finden sollten. 

Hieran gab es dankenswerterweise in der Marburger Öffentlichkeit breite Kritik, unter anderem auch von einem breiten Bündnis Marburger Psychotherapeut_innen.

Der Christus-Treff will im derzeit teilweise stark einsturzgefährdeten Werkstattgebäude neben dem Ringlokschuppen eine “Erlebniswelt für Kinder” errichten. Neben der Befürchtung, dass in diesem Umfeld bi-, homosexuelle, inter* und trans* Menschen offen diskriminiert werden, tragen wir auch Sorge, dass Kinder hier zu Intoleranz und Menschenfeindlichkeit erzogen werden. Diese Befürchtungen konnten von den Fürsprecher_innen der Bieter_innengemeinschaft Drehscheibe Lokschuppen leider nicht ausgeräumt werden. Im Gegenteil weigerte sich der Christus-Treff auf einer Informationsveranstaltung der Stadt Marburg am 6. Juni trotz mehrmaliger Nachfrage und Aufforderung, sich und sein Konzept für das Werkstattgebäude und die Nutzung des Lokschuppens vorzustellen. Dies wird kein Zufall sein.

Ebenso wenig sind die Bieter_innengemeinschaft Drehscheibe Lokschuppen oder der Christus-Treff bisher auf die Anlieger_innen zugegangen. Unsere Wünsche und Bedürfnisse spielen, anders als bei Christmann und Pfeifer, in deren Konzept keine Rolle. 

Als gemeinnütziger Verein, der mit seinen Mitgliedern für Offenheit und Toleranz eintritt, können wir nicht anders, als mit Sorge auf den möglichen Verkauf des Lokschuppens an die Bieter_innengemeinschaft Drehscheibe Lokschuppen reagieren. 

Wir fordern Entscheidungstragende dazu auf, ihre Verantwortung wahrzunehmen und die Rolle des Christus-Treff in der Bieter_innengemeinschaft sowie sein Konzept für die “Erlebniswelt” genau zu prüfen.

Es geht uns nicht um die Ablehnung von Religiosität, die gerne in unserer Nachbarschaft ihren Ort haben kann. Sondern um ein gutes nachbarschaftliches Klima, in dem ein wertschätzendes Miteinander auf Augenhöhe möglich ist. 

Kein Raum für Sexismus, Homo-, Bi-, Trans- und Interfeindlichkeit!

Radio-Unerhört-Marburg, Juni 2017

Für ausführliche Berichte und Analysen empfehlen wir die Sammlungen von Beiträgen und Berichterstattung auf http://noplace.blogsport.de

Wir haben Grund zum feiern! – Lizenzverlängerung bis 2022

Die LPR hat heute bekannt gegeben das sie unsere Lizenz bis Ende 2022 verlängert.
Also weitere 5 Jahre Freies Radio in Marburg.

Hier die Pressemitteilung der Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien​:

Zulassungen der sieben hessischen nichtkommerziellen Lokalradios verlängert

In ihrer heutigen Sitzung hat die Versammlung der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) die Zulassungen der sieben hessischen nichtkommerziellen Lokalradios (NKLs) bis zum Jahr 2022 verlängert. Da alle die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen, stand einer Verlängerung nichts im Wege.

Die sieben lokalen Hörfunkinitiativen Freies Radio Kassel e. V., RundFunk Meißner e. V. (Eschwege), Radio Unerhört Marburg e. V., RADAR e. V. (Darmstadt), Radio X-Mix e. V. (Frankfurt am Main), Kommunales Radio Rüsselsheim – K2R e. V. und Radio RheinWelle 92,5 e. V. (Wiesbaden) senden pro Jahr rund 61 Tausend Programmstunden, die durch ehrenamtliche Arbeit produziert werden. Die Versammlung der LPR Hessen erwartet von der Einrichtung und Zulassung der Programme eine publizistische Ergänzung im lokalen Kommunikationsraum und eine Vielfalt, mit der in den Bereichen eines Vollprogramms Nischen in Information, Unterhaltung, Bildung und Beratung besetzt werden. Zudem sollen sie unterschiedlichen lokalen Gruppen die Möglichkeit zur aktiven Programmgestaltung geben.

Die Ergebnisse aktueller Nutzungs- und Inhaltsanalysen bestätigen vorausgehende Erfahrungen mit den hessischen NKL‘s. Winfried Engel, Vorsitzender der Versammlung, betont: „Die sieben NKLs stellen nicht nur eine Bereicherung der Medienlandlandschaft im lokalen Raum dar, sondern tragen zudem einen wesentlichen Anteil zur Meinungsbildung bei. Sie sind eine publizistische Ergänzung zu den vorhandenen Medien und zeichnen sich durch lokalen Kolorit und einen hohen Anteil an sachlicher und gesellschaftlich relevanter Information aus.“

Solidarität mit dem Café Trauma!

Über 20 Jahre gemeinsame Geschichte und enge Kooperation verbinden Radio Unerhört Marburg mit dem Café Trauma. Eine Geschichte, aus der viele soziale und kulturelle Projekte in Marburg entstanden sind. Eine traurige Entwicklung, heute darüber berichten zu müssen, dass die Existenz des Café Trauma in Gefahr ist.

Der selbstverwaltete Kulturraum Café Trauma ist nicht der einzige Kulturträger Marburgs, der durch die geplanten Kürzungen der freiwilligen sozialen Leistungen der Stadt Marburg um 6%-12% gefährdet wird. Auch wir von Radio Unerhört Marburg e.V. und sämtliche sozialen und kulturellen Einrichtungen sind davon betroffen und müssen sich fragen:

Wie wird es bei uns weiter gehen?


Was wäre Marburg ohne das Café Trauma?

Bedeutend uninteressanter und langweiliger!

Nicht nur für uns von Radio Unerhört, sondern für viele Menschen, auch außerhalb Marburgs, ist das Trauma eine feste Größe für Konzerte, Lesungen, Partys, Vorträge, Filmfeste, Kinoabende und andere Veranstaltungen. Neben dem bunten kulturellen Angebot, das ein ehrenamtlich engagiertes Team organisiert, ist das Café Trauma auch ein unersetzlicher Raum für externe Veranstaltungsgruppen – es gibt keinen anderen Ort in Marburg, der diese Größe hat und unkommerziell nutzbar ist.

Wo sonst in Marburg sollte diese Vielfalt ermöglicht werden?

Zu einer lebendigen städtischen Kultur gehören kulturelle Alternativen, die sich gegenseitig inspirieren: der Verlust des Café Trauma wäre auch ein konkreter Verlust von einem Stück freiem Radio in Marburg. Deshalb:

Das Cafe Trauma soll leben und braucht dazu städtische Unterstützung!

Mitgliedervollversammlung am Samstag 14. Januar

Am kommenden Samstag, den 14.01.2017, findet ab 16:00 unsere nächste Mitgliedervollversammlung statt.

Die Liste der bisherigen Tagesordnungspunkte sind den Einladungen beigefügt und liegen im Funkhaus aus.
Solltet ihr nicht erscheinen können und möchtet, dass trotzdem über ein bestimmtes Thema gesprochen werden soll, so schreibt einfach eine entsprechende Mail an den Bürodienst.

Bitte bringt die die Unterlagen, die der Einladung beigefügt waren zur Mitgliedervollversammlung mit.

Erscheint Zahlreich, wir sehen uns am Samstag!

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildquelle: Skitter Photo

Mach mit bei RUM und werde Mitglied

Ja Du, genau Du! “Ein gutes Projekt”, denkst Du …Genau! “Könnte mensch mitmachen?!” Stimmt! Warum also länger warten: werde Mitglied bei Radio Unerhört! Damit es ein Freies Radio in Marburg gibt!

Auch wenn du nicht selber Radio machen willst, sind wir dankbar für Deine Unterstützung. Jedes weitere Mitglied schenkt uns ein wenig mehr Unabhängigkeit von öffentlichen Fördergeldern. Und damit auch Freiheit.

Da wir der Meinung sind, daß personenbezogene Daten wie Name, Anschrift oder gar Bankverbindung nicht per e-Mail verschickt- oder sonst irgendwie über das Internet übertragen werden sollen, stellen wir die Beitrittserklärung hier als PDF-Datei zum Download bereit.
Zum Anzeigen der Datei benötigst Du den Acrobat-Reader.

Einfach ausdrucken, ausfüllen und ab geht die Post an:

Radio Unerhört Marburg
Rudolf-Bultmann-Str. 2b
35039 Marburg

Mitgliedsbeiträge pro Jahr
Leute unter 18 Jahren   12 Euro
Nichtverdienende*   36 Euro
Verdienende*   72 Euro
Gruppen, Vereine, etc. 110 Euro
Soli-Mitgliedschaft 150 Euro

* Selbsteinschätzung

RUM – was ist das?

Freies Radio in Marburg
Seit Mai 1994 gibt es die Initiative für Freies Radio, Radio Unerhört Marburg e.V. (RUM).
Nach zwei kurzzeitigen Sendephasen für sogenannten Veranstaltungsfunk bekam RUM im Herbst 1996 eine dauerhafte Sendelizenz und ging am 05.04.1997 auf Sendung. Freies Radio hebt die Trennung zwischen professionellen RadiomacherInnen und passiven HörerInnen auf: Wer etwas zu sagen hat, macht sein Programm selbst!
Knapp 400 Menschen unterstützen RUM mit ihrer Mitgliedschaft. Etwa 150 Mitglieder “fahren” ihre Sendungen innerhalb einer Redaktion oder alleine. Darüber hinaus unterstützen 50 Gruppen, Vereine und Initiativen die Idee des Freien Radios. Wöchentlich 70 bis 80 Stunden Live-Alternativprogramm setzen wir den etablierten Medien entgegen.

Freies Radio ist nicht kommerziell: D.h. bei RUM gibt es keine Werbung über den Sender.

Eigene Themen – Eigene Sprache
RUM ist ein Radio von und für Menschen, die in den bestehenden Medien nicht oder nur unzureichend zu Wort kommen. Wir wollen anderes anders und Neues neu hörbar machen, um die Lust am Hören wieder zu entdecken. Radio Unerhört Marburg will ein Medium sein, das den Austausch von Informationen und Meinungen fördert, die ansonsten in den Medien unterbleiben.

Freies Radio ist Einschaltradio!
RUM ist nicht zum Bedudeln geeignet, sondern soll gezielt ein- (…und wieder aus-)geschaltet werden! Vom anspruchsvollen politischen Wortprogramm bis zur Technosendung sind der Vielfalt wenig Grenzen gesetzt.
Die Programmgestaltung übernehmen die Sendungsmachenden (Redaktionen, Einzelpersonen, politische, kulturelle und soziale Gruppen aus Marburg und Umgebung). Welche Schwerpunkte es gibt, entscheidet Ihr! Aus Euren Sendungen entsteht ein ideen- und abwechslungsreiches Programm.

Offener Zugang
Freies Radio hat den Anspruch des offenen Zugangs für alle. Das kann allerdings nicht bedeuten, daß beliebig alles über den Sender verbreitet werden darf.
Unsere inhaltlich-redaktionelle Plattform formuliert die Grenzen der Offenheit: Wir richten uns gegen alle Tendenzen, die den Grundsätzen der Toleranz, der Menschenwürde, der Gleichberechtigung und der Selbstbestimmung widersprechen. Um die Unabhängigkeit des Freien Radios zu gewährleisten, sind Kirchen und Parteien von der Mitgliedschaft ausgeschlossen.

Mitgliederradio
Radio Unerhört Marburg ist basisdemokratisch und selbstverwaltet. Freies Radio ist kein Privateigentum, sondern gehört allen Mitgliedern. Wichtige Entscheidungen werden auf den Treffen der Redaktionen und des Radioplenums im Konsens getroffen. Vorbereitet und ausgeführt werden diese Beschlüsse von den zahlreichen Redaktionen bzw. von verschiedenen Arbeitsgruppen (z.B. Technik, Öffentlichkeit und Finanzen).
Die redaktionelle Arbeit wird komplett ehrenamtlich geleistet, die wenigen Hauptamtlichen erfüllen organisatorische Aufgaben und sind an die Entscheidungen der Plena gebunden. Die aktiven Mitglieder organisieren sich in thematisch orientierten Redaktionen; z.B. die Frühschicht -, Musik-, Nachrichten-, Kultur- und Jugendredaktion usw..

Moneten
Wie alle anderen freien Kulturträger muß Radio Unerhört Marburg sich mit der leidigen Finanzierungsfrage beschäftigen. Diese basiert auf drei Säulen:

  • Mitgliedsbeiträge: Je mehr Menschen sich mit einem kleinen Beitrag beteiligen, umso unabhängiger werden wir von anderen Geldquellen;
  • Zuschüsse: von der Landesanstalt für Privaten Rundfunk, von Stiftungen und Projektfonds, von der Stadt Marburg;
  • Spenden

Die Finanzierung für ein unabhängiges und nichtkommerzielles Projekt ist möglich: Das beweisen uns andere Freie Radios.
Übrigens: Radio Unerhört Marburg ist ein gemeinnütziger Verein! Spenden können also steuerlich geltend gemacht werden.

Mach mit…
“Ein gutes Projekt”, denkst du? Genau! “Könntest Du unterstützen?!” Stimmt!

In unserem Infocafè kannst Du Dich noch weiter über unser Radio informieren.
Wenn Du Dir schon sicher bist, daß Du mitmachen willst, aber keine Ahnung vom Senden hast: Unser Ausbildungsworkshop für EinsteigerInnen ist am zweitem Wochenende im letzten Monat des Quartals.

Hört, Macht, Unterstützt Freies Radio in Marburg!

English Version for the world Radio Day on Feb 13, 2020:

A community and non-commercial radio in Marburg

In May 1994, the first initiative for the community Radio Unerhört Marburg (RUM) took off. After two brief radio programs, RUM got its first license from the LPR Hessen (a German regulatory body). In Autumn 1996, RUM got its license for broadcasting 24/7 and went LIVE on April 5, 1997. This year, on January 28, 2020, at about 11 am was our 200.000 radio hours.

We have about 300 members who support RUM. The funding is provided by LPR Hessen, private donations, project funds and additional partners.

In RUM program we have about 100 volunteers who produce their Radio shows. There are different music shows e.g. Jazz, Metal, Rock, Crossover, Classic, Pop and Indie. We also have Radio shows in other languages such as English, Italian, Spanish, Farsi, and Kurdish.

Since we started our Radio broadcast in 1997 some of our Radio shows are still been listened to. We also have exchange radio broadcasting with other Radio stations in Germany. Our LIVE radio programs could be listened for a week as a podcast on our website. Our broadcasters (volunteers) produce their Radio shows by themselves. Our 2 studios are accessible to the blinds.

RUM is a turn-on radio, which is not suitable for permanent listening. You have to be decisive to switch it on and off in a targeted manner. The programs would go from political word program to Techno and Heavy Metal music programs.

The community Radio is a Radio that is open for everyone. That does not mean that anything can be broadcasted via the Radio. Any broadcast content that is against tolerance, human rights, equal rights and free self determination of all people is prohibited. Advertising is prohibited, too.

RUM is a grass-roots democratic organisation and self-governing. Important decisions are made by consensus at the monthly plenary and at the yearly members meeting. The decisions are prepared by the editors and the various working groups (eg technics, PR, finance).

RUM has also a staff of paid employees. They do not interfere with the program and do mainly organisational tasks, such as finance, PR, program coordination.

Our exchange broadcast on World Radio Day would be the show “Jazz-Zeit” (Jazz-Time, in English).

Jazz-Zeit has been a corner stone of RUM and has been part of RUM since the first event Radio in 1997. Every Sunday evening, Jazz-Zeit airs for 2 hours or even 4 hours. Jazz-Zeit thematically goes around the Globe and across all jazzy styles, and everything that connects to Jazz. Its host Constantin kindly provides us with one hour out of his most recent 4-hour show which took place on January 12, 2020. His topic was Jazz from Russia out of different perspectives. 

We have selected this show for you because Jazz-Zeit and the global Jazz scene lives from diversity and international interaction. We believe that Jazz and the respective Radio show is a power in international cooperation and understanding.