Programmheft Oktober

Liebe Leser:innen und Hörer:innen, liebe Sendungsmachende,
der Oktober hält nicht nur herbstlich-regnerisches Wetter und wundersam gefärbte Bäume für uns offen, sondern startet gleich in der ersten Woche mit einem spannenden Sendeprogramm: Unerhört Live zeigt, dass Weltstars zumeist schon auf der Straße zu finden sind, während es beim Fischfunk so Quietschbunt wie im Zirkus wird. Zum Abschluss (je)der Woche gibt es selbstverständlich wieder Jazz auf die Öhrchen. Zwischen diesen Sendungen gibt es natürlich noch viel mehr. Eine Sondersendung von Benvenuti zum Thema Mythologie & Weltraum wird in den kommenden Tagen über unsere Website und die Social-Media-Kanäle bekannt gegeben! Mehr zur Sondersendung findet ihr in diesem Heftchen auf Seite 8. In diesem Monat gibt es in der Kategorie „Mitteilungen“ auch etwas ruhiges zum Nachdenken und Sinnieren.
Desweiteren ist der Einführungsworkshop im September vergangen und hat eine Hörspiel-Musik-Sendung auf die Bühne gebracht, welche zum Abschluss des Workshops von allen Teilnehmenden gemeinsam gestaltet, gesteuert und moderiert wurde. Es war toll und wir danken euch dafür! Kleine Randnotiz: Praktikant:innen können beim Einführungsworkshop kostenlos mitmachen, da dieser eine solide geschichtliche und technische Basis zum Radio(machen) bietet und wir der Meinung sind, dass das Ding niemandem entgehen sollte. Für Anfragen zu Praktika sind wir über unsere Website oder über die E-Mail ausbildung@radio-rum.de erreichbar. Im Oktober haben wir bereits zwei Praktikant:innen, weshalb der Monat coronabedingt ausgebucht ist. Nichtsdestotrotz sagen wir nur: Meldet euch, wenn ihr Lust habt! Mit Sicherheit finden wir gemeinsam einen Weg zu eurer Sendung.
Viel Spaß mit dem Programm von Oktober wünscht euch das RUM-Team.

Programmheft September

Liebe Leser:innen und Hörer:innen,
in diesem Monat gibt es bei uns – wie eigentlich immer – die bessere Musik, als das herkömmliche Radio der öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunkanstalten zulässt. Warum das so ist? Wegen der Vielfalt und den Mitmachmöglichkeiten aller Bürger:innen! Wer seine Musik hier spielen lassen möchte, kann gerne vorbeikommen oder anrufen. Wer die Geschichte des Lieblingshörbuchs über UKW oder Internetradio mit anderen Teilen will, wird bei uns mit offenen Armen empfangen. Wer Interesse hat, Radiomachen zu lernen, muss keine Berührungsängste haben! Vom 11.09. bis zum 13.09. könnt ihr in einem weiteren dreitägigen Workshop alles rund ums Radiomachen lernen – von geschichtlichen Aspekten des Radios, über Stimme, Moderation und (Post-)Produktion bis hin zur finalen Umsetzung der eigenen Sendung. Mehr Informationen dazu gibt es auf Seite 9.
Eine besondere Person, welche ganz und gar nicht von Berührungsängsten oder Unmut betroffen war, ist unsere (ehemalige) FSJ-Kraft für die Programmkoordination. Eliah hat uns seit dem 1. September 2019 begleitet und verlässt bedauerlicherweise das Amt der Proko mit dem Ende seines FSJs am 31. August. Neben den Tätigkeiten in der Proko war Eliah ein fester Bestandteil unseres Teams, ein Mitglied, das durch die ungeheuren Anstrengungen und Leistungen für den Marburger Lokalfunk niemals vergessen wird. Vieles war ganz und gar nicht selbstverständlich. Glücklicherweise bleibt er Radio Unerhört Marburg bestehen, indem er als ehrenamtlicher Sendungsmachender die Radioinhalte bereichert und sich unter die Szene der Funker:innen wuselt. Wir danken dir für alles, was du für das Radio und die Proko getan hast. Peace! Wir wünschen allen und ganz besonders dir Eliah viel Spaß mit dem Programm von September.

Programmheft August

Hallo liebe Hörer:innen und Internetgemeinde,
die Sendungen und der Betrieb bei Radio Unerhört Marburg nehmen immer weiter an Fahrt auf. Während erste Workshops unter Vorsichtsmaßnahmen stattfinden und Praktikant:innen ihre Nase erstmals seit Mitte März wieder in die Studios stecken, zeigt auch die Stadt Marburg in ihrem Veranstaltungskalender, dass sie ihr Bestes gibt, um der Bevölkerung einen (den Umständen entsprechend) unterhaltsamen und lehrreichen Sommer zu geben. Bei uns geht es nach dem kürzlich vergangenen Workshop „Einführung ins Radiomachen“ in gleicher Weise weiter weiter: Vom 11.09. – 13.09. könnt ihr in einem weiteren dreitägigen Workshop alles rund ums Radiomachen lernen, von geschichtlichen Aspekten des Radios über Stimme, Moderation und (Post-)Produktion bis hin zur finalen Umsetzung der eigenen Sendung. Bei Interesse gibt es auf Seite 9 weitere Informationen. Nachdem das Sommersemester für die Studierenden der Stadt im August in die Hausarbeiten- und Prüfungsphase umschwingt, so befinden wir uns bei Radio Unerhört Marburg ebenso in einer Phase des Umschwungs. Am 1. September erwarten uns gleich zwei neue FSJ-Kräfte für die Stellen Programmkoordination und Öffentlichkeitsarbeit. Anstrengungen und Freude begleiten unsere Vorbereitungen, damit die beiden Menschen einen angenehmen Einstieg in eine neue, aufregende Zeit erhalten. Trotz Vorfreude tritt an dieser Stelle ein Fröhlichkeitsparadoxon hervor, denn die in das RUM-Team gewachsene Programmkoordination in Form von Eliah, welcher uns ein sagenhaftes Jahr im Rahmen des FSJ begleitet hat, wird die hauptamtliche Stelle der Proko abtreten. Es gibt Insider-Gerüchte, welche besagen, dass er dem Radio erhalten bleibt. Fortsetzung folgt.

Programmheft Juli

Liebe Hörer*innen, liebe Radiolog*innen,
es beruhigt, dass so langsam Normalität einkehrt. Im Juli findet unser altbekannter Einführungsworkshop endlich wieder statt. Mehr Informationen sindauf Seite 9 zu finden. Selbstverständlich erfüllen wir gemäß den medizinischen Empfehlungen seit jeher alle zu erfüllenden Maßnahmen. Auch sind wir uns fast sicher, dass die Staatsorgane sich die mancherorts verpflichtende Trackingliste bei uns abgeguckt haben, denn: Infolge des europäischen Ausbruchs von SARS-CoV-2 haben unsere Journalist*innen bereits früh die Initiative ergriffen und die neue Normalität zur Normalität erklärt. Hygienekonzept, Trackingliste, Abstandsregelungen, neue Studioregelungen. RUM fährt seit Anfang April anders, aber immer noch gut! Es bleibt gesamtgesellschaftlich zu hoffen, dass dieser restriktive Zustand nur temporär aufrecht erhalten wird und sich nicht in einer psychischen Kontroll-Distanz-Instanz manifestiert. Egal welchen Ausgang die Geschichte nehmen mag, es wird ein weiteres Kapitel in einem von vielen Büchern mit dem Titel „Epidemien früher und heute“ geschrieben werden. Falls ein besonderes Interesse für das „Früher“ besteht: Unter freie-radios.net finden sich unzählige Interviews mit Ärzt*innen, Bürger*innen, Politiker*innen zum Thema Epidemie, darunter auch ein Interview mit Prof. Dr. med. Marion Maria Ruisinger über den Umgang mit Epidemien wie Pest, Pocken, Cholera oder der Grippe. Das Interview führte Frank von Radio F.R.E.I. und gibt Aufschluss darüber, wie SARS-CoV-2 medizinethisch und -historisch einzuordnen ist. Unser Juliprogramm ist derzeit leider leicht ausgedünnt, hält aber glücklicherweise Abstand zu C****a.

Viel Spaß mit dem Programm und einen schönen Juli!

Heutiges Radioplenum

Hallo Leute,
das heutige Radioplenum findet digital über das Videokonferenzprogramm Jitsi statt. Gerne könnt ihr teilnehmen, indem ihr auf folgenden Link klickt:

https://meet.jit.si/rum901

Das Plenum findet wie immer von 19 bis 21 Uhr statt und wir freuen uns über die Teilnahme von Mitgliedern und Interessierten!

Programmheft Juni

Liebe Hörer:innen und Radiomachende,

neben herzstillstandgleichem Vor-der-Glotze-Rumsitzen und durch Langeweile bedingten Schokolöffellutschen verkünden wir: Der Schokolöffel SCHMILZT! Es ist zu warm. Die Donnergeräusche des Apokalypse-Now-Filmtons flachen ab nachdem Nachbar K. sich beschwert, weil sein alltäglicher Heuschnupfen-Mittagsschlaf gestört werden würde. Ob es nicht doch ein monatelang andauernder SARS-CoV-2-Infekt ist? NEIN! Während des Versteckens im —— ist die Natur vorangelaufen und hat unter den Stichworten Grün, Fortpflanzung und HITZE die Welt erobert. Es wird der Tag kommen an dem die Menschheit die furchtlose Hoheit zurückgewinnt und mti ihrem klickkla*k und d*ngdong das nächste Tor verfehlt – in dieser Hinsicht geht der Punkt diesmal weder an die Menschen noch an die Natur.

In diesem Monat gibt es wichtige Ankündigungen zu unserem Info-Café und Einführungsworkshop. Es freut uns wirklich sehr, mitteilen zu können, dass wir wieder in geregelter Weise für euch da sind. Bitte beachtet die weiteren Hinweise auf Seite 15. Es bleibt zu sagen, dass wir weiterhin Moderator:innen für unsere Freitagsfrühschicht suchen. Gerne könnt ihr euch und du dich über einen der vielen Kontaktierungswege bei uns melden. Alle dürfen – keine:r muss! Das Programm ist diesen Monat gewohnt kunterbunt und ein besonderer Shoutout geht an die Musikfabrik, weil sie in den zwei letzten Monaten vergessen wurde, angekündigt zu werden (shame on Heftgestaltung).

Habt ein freudiges Hören mit dem Programm von Juni!

Programmheft Mai

Liebe Leser*innen, liebe RUMiolog*innen,
die Welt bezwingt sich. Anders denken, anders sehen, anders hören, anders träumen. Wie ein beständiger Albtraum begann in Deutschland ab Mitte März der Wandel hin zur Isolation, um festzustellen, dass viele langjährig bewährte Unterhaltungsangebote in dieser psychologisch bedrückenden Situation nicht voll funktionsfähig sind. Nicht bei uns, nicht bei RUM.
Unsere Sendungsmachenden haben mit programmatischen Initiativen wie dem neuen, stadtweiten „Coronatalk“ reagiert und werktäglich Interviews mit Bürger*innen durchgeführt. Interviews über Trauer und Freude, Vorgehensweisen, die Zukunft. Auch unsere musikalischen Verbrechen sorgen weiterhin für ohrenbetäubende Zähneknirscher, die Jazz-Zeit sendet in frischer Manier und morgens stellt die Frühschicht den Tag auf die Beine. Neben den genannten Sendungen produzieren duzende weitere Sendungsmachende ein alternatives, ausgeklügeltes Radioprogramm, welches thematisch wohl kaum umfangreicher sein kann. Abseits vom reinen Sendebetrieb erfahrt ihr in den nächsten Wochen über unsere Website und die digitalen Kanäle, wie es um Praktika und den  Einführungsworkshop im Juni steht. Kurze Erinnerung an die  RUMiolog*innen: Am 16. Mai findet eine zweite Mitgliedervollversammlung statt, welche nach derzeitigem Stand digital abgehalten wird. Auch dazu folgen weitere Infos über den E-Mail-Verteiler. Was ebenfalls nicht vergessen werden sollte: RUM dreht, läuft, sendet und lässt sich als mediale Kommunikationsinstanz durch nichts beirren.

Viel Spaß mit dem Programm!

Radioplenum 14.04.20

Hallo Leute,

unser Radioplenum findet diesen April digital als Videokonferenz statt. Wenn ihr interessiert seid und mitmachen wollt, schreibt eine E-Mail an folgende Adresse: mail@radio-rum.de

Info für RUM-Mitglieder: Für euch kommt der Link zur Teilnahme ohnehin über den E-Mail-Verteiler, daher müsst ihr keine Nachricht an mail@ schreiben.

Schöne Ostertage euch allen und bis Dienstag!

Programmheft April

Liebe Leser*innen,
man kommt ja nicht drumherum in irgendeiner Weise davon zu sprechen, aber jetzt: Gönnt euch eine Pause von der Nachrichtenflut zu dem ‘‘Flamingovirus’’ (wir haben es umgetauft, um den Namen nicht mehr so oft aussprechen zu müssen), denn obwohl es natürlich wichtig ist verstärkt auf Hygiene und Gesundheit zu achten, sollten wir nicht in Panik verfallen. Also beschäftigt euch auch mit anderen Themen und besinnt euch auf Dinge, die euch Spaß machen – das Radio kann nunmal keine bösen Flamingofedern verbreiten! Aus jeder heiklen Situation entfacht das lodernde Feuer der Hoffnung. Ihr habt jetzt ganz viel Zeit, Radio zu hören, bissle Kultur undso! (wir tun unser bestes, trotzdem alle Sendungen stattfinden zu lassen). Here’s the opportunity: Ungelesene Bücher und Filme aus den hintersten, verstaubten Ecken unserer Regale hervorholen und unsere Persönlichkeit weiterentwickeln! Neue Hobbys entdecken, wie wäre es denn beispielsweise mit Jonglieren lernen? Diese Phase der Bedrohung, dass einem der Flamingo die Augen auspickt, bietet eine gute Gelegenheit, sich zum Lord hochzuarbeiten! *hust * hust * Und denkt dran, mit sauberen, virenarmen Fingerchen lässt es sich besser Leute unterjochen!
Aber abgesehen davon, macht einfach weiter wie normal, insofern das geht, wir geleiten euch mit unseren auditiven Ergüssen durch diese Flamingozeiten! Liebe geht übers Radio raus an alle, die wir jetzt nicht mehr mit warmen Umarmungen beglücken sollten.

*Titelblatt Information* Das Titelblatt ist bemerkenswerterweise ein paar Wochen vor dem europäischen Ausbruch des SARS-CoV-2 entstanden. Ursprünglich orientierte sich der Urheber an einem Graf-Dracula-Filmplakat von 1970. Es ist beunruhigend und faszinierend zu gleich, wie stark das Plakat auf die pandemische Situation umgedeutet werden kann.

 

Programmheft März

Liebe Leser*innen,
das Heft-Team von Marburgs einzigartigstem Lokalradio wünscht einen frohen und frühlingshaften März. Für die, die es nicht wussten: Es gibt mehrere offizielle Daten, welche den Frühlingsbeginn auf der erdlichen Nordhalbkugel für sich beanspruchen. Die Bewerbenden um die Datumssetzung lauten Phänologie, Meteorologie, Astronomie und Religion. Für die breite Masse der Bevölkerung Deutschlands sind insgeheim zwei Daten relevant: Zum einen gibt es den meteorologischen Frühlingsbeginn am 1. März, zum anderen den astronomischen Frühlingsbeginn am 20. März. Das meteorologische Datum ist dabei vielmehr für die Naturwissenschaftler*innen unter uns geeignet, da mit Hilfe dieses Datums die Berechnungen von Wetterdaten oder statistische Auswertungen getätigt werden. Das eigentliche Datum, an dem die Frühlingsgefühle in Form eines Serotonin- und Dopaminausstoßes beginnen hervorzutreten, fällt in diesem Jahr auf den 20. März. Die Frage, die sich mir stellt: Ob an diesem Tage auch mal Musik in öffentlich-rechtlichen und privaten Radios gespielt wird, die nicht nach den ersten vier Akkorden eintönig erscheint und eigentlich aus der Frühlings-Playlist vom Vorjahrzehnt entnommen ist? Oder ob mal nicht Musik aus der Frühlings-Playlist gespielt wird, ergänzt durch zwei oder drei der meistfrequentierten Lieder der westlichen Welt? Wie wäre es mit Musik die Musik ist, die Musik ist, um Musik zu sein und nicht, um so zu klingen, wie es der vermeintliche Zeitgeist oder die Musikwirtschaft es verlangen?

Gruß aus dem Öff-Raum