17grad – Medien für den Rest

17grad
Medien für den Rest
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23.01.10 13.00-14-00 Deutschland – Der Film

Standing Ovations, Tränen der Rührung und Freude, Schlangen vor den Kinokassen, als gäbe es Begrüßungsgeld: Kaum ein Film der letzten Jahre wurde so einhellig gefeiert. „Fulminant“, „Ein deutsches Jahrhundertwerk“, „Kino der Superlative“ und „Wir sind Film“ lauteten die Schlagzeilen. Kanzlerin, Bundes- und DFB-Präsident brachen in Jubel aus.
Sie, verehrte Zuhörerinnen und Zuhörer, ahnen längst, worum es geht. Es geht um „Deutschland – der Film“, den Blockbuster des Jahres 2009. Die Euphorie über diese teuerste, langwierigste Produktion deutscher Filmgeschichte, besetzt mit vermeintlich hochkarätigen Schauspielern, können wir nicht teilen. „Deutschland“ ist schlicht und ergreifend ein schlechter Film. Die Story seicht, langatmig, absehbar, bei der Kamera hat Leni Riefenstahl Patin gestanden, einzig und allein die Stunts können überzeugen – doch wir wollen nicht vorgreifen. Begleiten Sie die 17grad-Kulturredaktion eine Stunde lang auf einen Streifzug durch erschreckende Abgründe und kurze Lichtblicke, kurz: durch das übelste Machwerk der Farbfilmära: „Deutschland“.

26.12.09 13.00-14-00 Helden

Nachdem die Mauerhelden abgefeiert sind und Leipzig noch immer nicht zur Heldenstadt erklärt worden ist, haben wir für die nächsten fünf Jahre wieder Ruhe und könnten uns der Frage nach den wahren Helden stellen – sofern es solche überhaupt geben kann. Ist es nicht nur eine Frage der Zeit, bis diese Gesellschaft wieder auf den Helden kommt?

28.11.09 13.00-14.00 Heimatfilm

Liebe Zuhörerinnen und liebe Zuhörer, zum dritten Mal 60 Minuten, 60 Jahre Deutschland, heute für Sie, in Ihrem Auftrag, wieder in den Äther geschickt, von Ihrer 17 grad Redaktion.

Vorab in eigener Sache: wir wollen uns intensiv bei Ihnen für Ihr starkes Interesse am Brettspiel „Germanomanie, das wir in unserer Letzten Sendung vorgestellt haben, bedanken. Für die Verzögerungen bei der Zustellung können wir uns leider nicht entschuldigen. Sie müssen wissen dieses Brettspiel wird in akribischer, den deutschen Tugenden entsprechenden Weise, mit deutschen, nachwachsenden Erzeugnissen in Handarbeit in der ehemaligen DDR hergestellt. Wir stehen in engem Kontakt mit der Verlagsanstalt Ravensbrück und geben unser Bestes, Ihnen auch nach der Wahl zu dienen.

Kehren wir zur heutigen 60M x 60J =Deutschland Sendung zurück. Bitte liebe Zuhörerinnen und Zuhörer machen Sie für die Dauer dieser Sendung die Augen zu und stellen Sie sich eine deutsche, unberührte, saftig grüne Landschaft vor, die von farbfroher Idylle nur so trieft.
Haben Sie es erraten wo sie sind? Ja, Sie befinden sich nun in der Natur oder besser in der deutschen Natur, eines, der von reinrassigen Deutschen Filmschaffenden von Göbbels Gnaden, produzierten Heimatfilme nach 45.

Bitte verweilen Sie darin, während wir uns die Frage stellen, Wo sind die Soldaten, die “Spuren, Splitter und Trümmer”, die Verstümmelten, die Nazis, und…die Lücke.

Wen oder was versucht der deutsche Nachkriegsfilm zu verstecken?
Mit Julia Anspachs Arbeit „Antisemitische Stereotype im deutschen Heimatfilm nach 1945“ gehen wir auf die Suche. Wir zeigen anhand von drei Filmen, wie die Natur der Heimat als Leinwand alles Zuvor geschehene zudeckt, verhüllt und versteckt.

„Das Neue, eine Leerstelle des Bewußtseins, gleichsam geschlossenen Auges erwartet, scheint die Formel, unter der dem Grauen und der Verzweiflung Reizwert abgewonnen wird. Sie macht das Böse zur Blume”.

Bleiben Sie Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer weiter entspannt vor Ihren Volksempfängern auf ihren Sitzen sitzen und hören Sie nun…

24.10.09 13.00-14.00 Diashow

Der Urlaub ist zu ende, die schöne Zeit vorbei; es bleiben bestenfalls Erinnerungen, und die verblassen angesichts des überbordenden Alltagslebens gar zu schnell. “Moment mal”, haben wir uns da gedacht. Und: “‘Was passiert eigentlich immer mit all den Urlaubs-Fotos? Verschwinden die mittlerweile  auf Immerdar in den Tiefen von Festplatten und Fotoalben? Was ist aus der guten alten Diashow geworden?”

17grad wirft einen Blick durch die Fotoobjektive fremdländischer Besucherinnen und Besucher auf dieses Land, in dem wir leben.

26.09.09 13.00-14.00 Deutschlandspiel

60 Jahre Deutschland, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, dies ist auch heute wieder das Motto der kommenden 60 Minuten auf Ihrer Lieblingsfrequenz.

Um uns und Ihnen bei dem Thema eine kleine Auszeit von ständiger Nörgelei zu gönnen, wollen wir uns heute dem Gegenstand des Unbehagens einmal im wahrsten Sinne des Wortes spielerisch nähern. Dafür haben wir uns auf die Suche nach Gesellschaftsspielen gemacht, die in irgendeiner Form mit Deutschland zu tun haben und sind dabei auf das fantastische Brettspiel „Germanomanie“ aus der Verlagsanstalt Ravensbrück gestoßen.

Das Spiel besteht aus einem 100 x 100 cm großen Spielbrett, einer original peenemünder Sanduhr, einem Paar zehnseitiger Würfel, dem Sonnenrad der Zeit, einem großen Stapel von Aktionskarten, die farblich den jeweiligen Zeitzonen zugeordnet sind, einem Lösungsbuch und für jede Mitspielerin und jeden Mitspieler eine Tugendstange, auf die die zahlreichen Tugendringe gesteckt werden. Sie dient zugleich als Spielfigur.

Ziel des Spieles ist es, so viele Tugendringe wie möglich auf der Tugendstange aufzureihen. Gewonnen hat, wer mit den Tugendringen die oberste Farbe seiner Schwarz-Rot-Gold oder Schwarz-Weiß-Rot angemalten Tugendstange erreicht hat und darf direkt nach Walhalla einziehen.

Ob der Spieler mit einer Schwarz-Rot-Goldenen oder einer Schwarz-Weiß-Roten Stange spielt, entscheidet er vor Beginn des Spiels.

Taktiktipp:

Die beiden Tugendstangenarten sind zwar unterschiedlich hoch, allerdings heißt das nicht, dass die kleinere Schwarz-Rot-Goldene leichter zu spielen ist, da die Aufgaben und Abläufe auf dem Spielbrett die Wahl dieser Stange honoriert.

Das Spielbrett mit seinen 128 Spielfeldern ist in vier historische Zeitzonen aufgeteilt.

Diese sind: a) das 1000 jährige Reich, b) die Bundesrepublik, c) die Deutsche Demokratische Republik / Kurz: drüben und d) Klein-Groß-Deutschland.

Die Spielfelder erklären entweder direkt Aktionen, die die Spielerin oder der Spieler ausführen muss, oder verweisen auf zu ziehende Aktionskarten. Kommt man in seiner Zeitzone nicht zurecht bzw. gestaltet sich das Sammeln der Tugendringe schwer, kann man auf den so genannten Warp-Feldern – und NUR auf diesen – die Zeitzone wechseln. Dazu muss der Spieler zunächst würfeln und dabei eine Zahl zwischen 33 und 45 erreichen. Schafft er dies nicht, verliert er einen Tugendring für Verrat und muss in seiner Zeitzone bleiben. Schafft er die geforderte Würfelzahl, dreht er am Rad und setzt seine Spielfigur in die Zeitzone, die das Sonnenrad der Zeit anzeigt. Er behält allerdings die Tugendstange, die er sich vor Beginn ausgesucht hat.

Taktiktipp:

Logischerweise ist es mit einer Schwarz-Weiß-Roten Stange schwieriger, in der Zeitzone BRD an Tugendringe zu kommen. In der Zeitzone Klein-Großdeutschland wiederum wird das Sammeln der Tugendringe für Schwarz-Weiß-Rote wieder einfacher. Überlegen Sie also gut, in welcher Zone Sie auf Tugendjagd gehen wollen.

Die original peenemünder Sanduhr kommt bei der Beantwortung der auf den Aktionskarten gestellten Fragen zum Einsatz. Sie begrenzt die Antwortzeit auf 30 Sek. Die Bewertung der Antwort erfolgt über das beiliegende Lösungsbuch.

 

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